Kleine Alltagshelden

Uneigennützig und engagiert

Kleine Alltagshelden 2016

Zum ersten Mal gewinnt keine Einzelperson, sondern eine Gruppe. Der Titel „Kleine Alltagshelden 2016“ geht an die Nachmittags-AG „Honig im Kopf“ der Marienschule Esterfeld. Meppen.
Einige Bürgermeister und weitere Personen des öffentlichen Lebens waren am Donnerstagmorgen bei der Preisverleihung in der Turnhalle der Christophorusschule Rühlerfeld dabei. Das zeigt, dass sich der Wettbewerb „Alltagshelden“ schon im dritten Jahr seines Bestehens etabliert hat. Ins Leben gerufen und auch jetzt wieder durchgeführt wurde er auf Initiative der Freiwilligenagenturen und -zentren des Landkreises Emsland in Zusammenarbeit mit der Meppener Tagespost und dem Emsland-Kurier.
Verdient hätten es auch in diesem Jahr wieder viele eingegangene Vorschläge gehabt, mit dem ersten Preis belohnt zu werden. Doch letztendlich fiel die Entscheidung der Jury zwangsläufig auf die Mädchen der „Honig im Kopf“-AG. Klar, dass sich der Name der AG auf den gleichnamigen Kinofilm von Till Schweiger bezieht, in dem es um das Thema „Demenz“ geht. Die Schülerinnen besuchen alle zwei Wochen an einem Donnerstagnachmittag den nahe gelegenen Wohnpark Esterfeld. dort widmen sie sich den teils dementen, teils nicht dementen Bewohnern und lesen mit ihnen zusammen etwas, singen und malen etwas oder lassen sie Geschichten von früher erzählen. Eine Lehrerin der Marienschule schlug der Jury die AG-Mitglieder vor und schrieb in ihrer Begründung: „Die Schülerinnen haben einen natürlichen und freien Umgang mit Demenz gezeigt. Besonders empfinden es alle Beteiligten, dass zwei Schülerinnen für einige Bewohner ein solches Interesse entwickelt haben, dass sie sie auch in ihrer Freizeit besuchen.“ Und von Meppens Bürgermeister Knurbein kam in seiner Dankesrede folgendes Lob: „Was die Mitglieder der AG uneigennützig leisten, ist mehr als vorbildlich.“
Neben den Gewinnern und Platzierten verlieh die Jury bei der dritten Auflage des Alltagshelden-Wettbewerbs zwei Sonderpreise. Einer davon ging an Elias Fischer. Der Zehnjährige aus Vinnen hat in seinen jungen Jahren bereits eine Herztransplantation und eine Krebserkrankung hinter sich. „Wir wollen ihn dafür auszeichnen, dass er Mutmacher für andere Erkrankte ist“, lautet die Begründung der Jury.
Den zweiten Sonderpreis heimsten die „Pausenengel“ der Marienschule Meppen ein. Bei jedem der drei bisherigen Wettbewerbe gehörten die Jungen und Mädchen zu den Vorgeschlagenen. 2016 haben sich an der Schule 47 Dritt- und Viertklässler im Rahmen einer halbjährigen AG zum Dienst auf dem Schulhof ausbilden lassen. Dort vermitteln sie in Streitfragen, helfen bei kleinen Verletzungen und sind immer mit Rat und Tat zur Stelle. Mitorganisator Matthias Engelken von der Meppener Tagespost und Moderator Christian Hüser vom Freiwilligenzentrum Meppen dankten den vielen Unterstützern der Aktion. Diese sorgten dafür, dass die Preisträger nicht nur gute Worte und Urkunden bekamen, sondern auch Karten vom Ferienzentrum Schloss Dankern, Gutscheine der Buchhandlung Monika Kremer aus Haren, SVM-Tickets, Eintrittskarten für die Miniwelten in Lathen sowie für Kindervorstellungen der Freilichtbühne Meppen und auch freien Eintritt für die Schwimmbäder der Region, Moderator Christian Hüser zog folgendes Fazit: „Die schönen Sonderpreise und vieles mehr wurden uns völlig unbürokratisch zur Verfügung gestellt. Auch das ist eine große Anerkennung der Firmen und Institutionen für die Leistung der Kinder.“


Copyright noz Plus, Fr., 24.02.2017




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